Veeam erfindet sich neu: Warum Datensicherheit im Zeitalter von KI-Agenten neu gedacht werden muss
Die Goldgräberstimmung rund um Künstliche Intelligenz (KI) hat die Schweizer Wirtschaft fest im Griff. Schweizer KMU investieren massiv in die Automatisierung ihrer Prozesse, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und Effizienzgewinne zu realisieren. Doch mit dem Einzug autonomer KI-Agenten verschiebt sich die Bedrohungslage in den Unternehmen fundamental.
Der Backup-Spezialist Veeam zieht daraus nun radikale Konsequenzen. Mit der Neuausrichtung zur «Data and AI Trust Company» bricht das Unternehmen mit dem reinen Image des Notfall-Retters. Für Schweizer Geschäftsführer und IT-Verantwortliche zeigt dieser Schritt: Reine Cyberresilienz reicht heute nicht mehr aus. Wer autonome Agenten auf seine Daten loslässt, muss deren Integrität zu jedem Zeitpunkt garantieren können.
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Das neue Risiko: Wenn KI-Agenten aus dem Ruder laufen
Bisher konzentrierte sich die IT-Sicherheit primär auf den Schutz vor externen Angreifern und Ransomware. KI-Agenten verändern dieses Spiel komplett. Da sie mit Maschinengeschwindigkeit agieren, können sie bei Fehlfunktionen oder falscher Konfiguration innerhalb von Sekunden unzählige Daten verändern, überschreiben oder gar löschen.
Eine von Veeam beauftragte Studie bringt die unbequeme Wahrheit ans Licht: * 88 Prozent der Unternehmen nutzen oder testen bereits KI-Agenten. * Nur 7 Prozent gelten als wirklich bereit für den KI-Einsatz. * Erschreckende 97 Prozent der eingesetzten Agenten verfügen über viel zu weitreichende Berechtigungen.
Für Schweizer KMU entsteht hier ein massives Kontrollproblem. Wenn ein autonomer Agent ohne ausreichende Governance arbeitet, gefährdet dies nicht nur die Datenqualität, sondern birgt auch erhebliche Haftungsrisiken für die Geschäftsführung. Unter Richtlinien wie der europäischen NIS2-Verordnung – die über Lieferketten auch viele Schweizer Zulieferer direkt betrifft – drohen bei mangelhafter Cyberresilienz persönliche Haftungsstrafen für das Management.
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Technische Innovation: Die «DataAI Command Platform»
Als Antwort auf diese Vertrauenskrise hat Veeam die DataAI Command Platform vorgestellt. Sie basiert auf der Technologie des DSPM-Spezialisten (Data Security Posture Management) *Securiti AI*, den Veeam für beachtliche 1,725 Milliarden US-Dollar übernommen hat.
Die Plattform führt fünf wesentliche Disziplinen zusammen: Security, Governance, Compliance, Privacy und Resilience.
Skalierbarkeit durch Metadaten-Brücken Ein entscheidender Vorteil für KMU mit begrenzten Speicher- und Bandbreitenressourcen: Die Plattform bindet Cloud-Anwendungen wie Microsoft 365, Salesforce oder dezentrale Cloud-Speicher über intelligente Konnektoren an. Dabei werden nicht die massiven Rohdaten transferiert, sondern ausschliesslich Metadaten. Im sogenannten *DataAI Command Graph* werden diese Informationen verknüpft, um riskante Datenkonstellationen sofort sichtbar zu machen – beispielsweise wenn sensible Kundendaten oder Kreditkartennummern fälschlicherweise in einem für KI-Modelle freigegebenen Ordner landen.
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Real-World-Szenarien für Schweizer KMU
Use Case 1: Der Amok laufende HR-Agent Ein automatisiertes Bewerbungsportal nutzt einen KI-Agenten, um eingehende CVs zu analysieren und im SharePoint-System des Unternehmens abzulegen. Durch eine Fehlkonfiguration erhält der Agent Zugriff auf Finanzordner und verschiebt sensible Lohndaten in einen öffentlich zugänglichen Bereich. Mit der neuen Veeam-Plattform lässt sich dank präziser Protokollierung sofort nachvollziehen, ob ein Mensch oder ein automatisierter Agent die Änderung durchgeführt hat. Die betroffenen Datenstrukturen können gezielt und ohne kompletten Systemstillstand auf den Zustand vor dem KI-Fehler zurückgesetzt werden.
Use Case 2: Unabhängigkeit von VMware-Lizenzgebühren Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom stöhnen viele Schweizer KMU unter massiv gestiegenen Lizenzkosten. Viele evaluieren den Umstieg auf alternative Hypervisoren wie Proxmox VE, Red Hat OpenShift oder Nutanix AHV. Mit der angekündigten Veeam Data Platform Version 13.1 und der neuen *Universal Hypervisor API* können Unternehmen ihre Backups nahtlos über verschiedene Virtualisierungsplattformen hinweg verwalten. Workloads lassen sich flexibel und automatisiert zwischen unterschiedlichen Hypervisoren verschieben, ohne dass das Backup-Tool gewechselt werden muss. Das spart nicht nur Lizenzgebühren, sondern verhindert auch einen Vendor-Lock-in.
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Automatisierungs-Takeaway
Effizienzgewinn & Business-Value:
Für Schweizer KMU bedeutet die Neuausrichtung von Veeam vor allem eines: Sicherheit im Minutentakt statt tagelanger Systemausfälle.
Durch die automatisierte Unterscheidung zwischen menschlichen und maschinellen Datenänderungen im Microsoft 365-Umfeld sinkt die mittlere Wiederherstellungszeit (MTTR) nach einem KI-Zwischenfall um bis zu 80 Prozent. Statt mühsam ganze Datenbanken zurückzuspielen, isoliert die Plattform den Schaden des fehlerhaften Agenten und stellt nur die betroffenen Segmente wieder her. Gleichzeitig sichert die plattformübergreifende Hypervisor-Portabilität die operative Handlungsfähigkeit und senkt die Infrastrukturkosten im Virtualisierungsbereich drastisch.
